Freitag, 04. März 2016 um 21:47

Der TV Blomberg von 1866 bis 1991

nach der Festschrift "125 Jahre TV Blomberg"

Im Jahre 1866 wurde in Blomberg der Jahnschen Bewegung folgend ein Turnverein gegründet.

Der Verein muss in den Anfangsjahren schnell gewachsen sein und in der Stadt Blomberg einen guten Ruf gehabt haben, denn als er 1867 sein erstes Stiftungsfest feierte, nahmen alle "Honoratioren" der Stadt Blomberg an den Feierlichkeiten teil.

Im Jahre 1870 gründete man innerhalb des Turnvereins einen Gesangverein, der natürlich seinen eigenen Vorstand mit Singwart, Schriftwart und dessen Stellvertreter umfasste. Am 23. Oktober 1871 wurden die "Statuten des Blomberger Turner-Gesang-Vereins" beschlossen.

Offensichtlich stockte der Turnbetrieb in den Kriegsjahren 1870/71, trotzdem gründete sich innerhalb des Turnvereins ein "Fortbildungsverein", in dessen Übungsstunden neben dem Singen auch Rechnen und Schreiben unterrichtet wurden und auch eine Feuerwehr (aus der sich die heutige Feuerwehr entwickelte),die sich der Stadt bei Bränden und Gefahren zur Verfügung stellte. Schon zu dieser Zeit übernahm der Turnverein also gesellschaftstragende, allgemeinbildende Aufgaben für die Bürger der Stadt.

Alle Aktivitäten des Vereins scheinen dann für ein paar Jahre völlig geruht zu haben; erst im Jahre 1874 ist der Turnverein "von neuem ins Leben getreten". Laut Protokoll vom 21. April 1875 hat der Turnverein Blomberg der Forderung Rechnung getragen, dass eine Einordnung des Turnwesens in das Ganze der Volkserziehung erfolgen müsse: das Turnen soll in der Schule eingeführt werden, "mit dem Schulvorstande soll das Weitere verabredet werden". Dass der Beschluss auch umgesetzt worden ist, beweist ein Protokoll vom Juli 1877, in dem von einer "Auseinandersetzung des TV mit der Schule wegen des Gebrauchs der Geräthe" die Rede ist (wie es scheint, eine zeitlose Auseinandersetzung!).

Im Herbst 1892 veröffentlichen 11 junge Blomberger eine Anzeige, um "den schlafenden Verein zu neuem Leben zu erwecken." Zur ersten Sitzung im Rathaussaal am 13.11.1892 erscheinen 40 interessierte Personen. Schnell wächst der Verein auf ca. 100 Mitglieder; neuer Schwung wird deutlich an der Tatsache, dass man sich auf eine einheitliche Turnkleidung - dunkler Anzug, grauer Hut - einigt, und daß die Einrichtung eines Pfeifer- und Trommlerkorps beschlossen wird. Die ab 1892 vollständig erhaltenen Vereinsprotokolle belegen, dass das Vereinsleben auf einer soliden Basis ruhte; regelmäßige Turnstunden mit Freiübungen (3 Vorturnbücher mit Zeichnungen werden gekauft), Wanderungen und gesellige Stunden (Liederbücher für deutsche Turner werden angeschafft) prägen die intensive Turnerei in diesen Jahren.

Schon im Juni 1893 feiert der neugegründete Verein ein groß aufgezogenes 2-tägiges Stiftungsfest.

Neuaufnahmen von Turnern und Zöglingen sind die Folge, und ein neuer "Sportzweig" wird eingeführt: das Fechten. Höhepunkt in dieser Phase für den Verein und die Stadt ist das Gauturnfest, das am 16.6.1895 zum ersten Mal in Blomberg stattfindet. Geturnt wurde in dieser Zeit im Sommer auf dem "Höpperanger" (Sportplatz an der Schiederstraße) und im Winter im Rathaussaal und auf den Sälen Blomberger Gasthäuser.

Die unzulänglichen Turnräume hemmen die innere Entwicklung des Vereins so sehr, dass der Vorstand bereits im Jahre 1899 beim Magistrat der Stadt den Bau einer Turnhalle auf dem Schulplatz beantragt. Der Magistrat lehnt zu dieser Zeit ab, um dann im Jahre 1905 von sich aus mit der Aufforderung an den Verein heranzutreten, eine vereinseigene Halle zu bauen. Natürlich stieß diese Anfrage auf breite Zustimmung in den Turnerkreisen und im Mai 1905 wurde beschlossen, die gesamten Ersparnisse des Vereins - RM 364,84 - dem Magistrat für einen zu bildenden Turnhallenbaufond zu überweisen: der erste Baustein für den Hallenbau in Blomberg.

Bis zur Verwirklichung dieses Vorhabens gingen allerdings noch einige Jahre ins Land. Inzwischen wurde im Jahre 1908 der Beitritt zum Deutschen Turnerbund beschlossen, 1910 eine Altersriege gebildet, 1911 eine Turnjugendabteilung eingerichtet und 1912 die Gründung einer Damenriege beschlossen.

Die Übungssituation für die "Abteilungen" in den Sälen der Stadt Blomberg wird immer prekärer. Endlich im März 1913 entscheidet sich der Vorstand des TV endgültig, eine Halle zu bauen und kauft den Bauplatz an der Neuen Torstraße. Am 1. Juli 1913 bereits findet die Grundsteinlegung statt und in unglaublich kurzer Zeit wird die Halle am 5. Oktober 1913 feierlich eingeweiht. An der großen Einweihungsfeier nimmt neben vielen auswärtigen Vereinen u.a. mit ihren neugegründeten Damenriegen - natürlich die ganze Blomberger Bevölkerung teil und ist stolz, nun in ihren Mauern eine Turnhalle zu haben -übrigens die dritte in Lippe.


Der Verein zählt an diesem historischen Datum 176 Mitglieder und erlebt noch in demselben Jahr einen starken Auftrieb. Natürlich erwachsen dem Verein mit der neuen Halle auch neue Pflichten und Aufgaben; Gerate werden gekauft, ein Hausmeister bestellt, eine neue Satzung beschlossen. In sechs Gruppen gliedern sich jetzt die Mitglieder des TV: 1. Turner, 2. Turnfreunde, 3. Ehrenmitglieder, 4. Jugendturner, 5. Turnerinnen, 6. Jugendturnerinnen.

Die durch den Hallenneubau aufgekommene Euphorie der Blomberger Turner und Turnerinnen wird 1914 durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges jäh erstickt. Einstimmig wird die neue Halle in konsequenter Erfüllung der vom Turnvater Jahn übernommenen Verpflichtung, bereit zu sein, für Volk und Vaterland Opfer zu bringen, an den Vaterländischen Frauenverein (Rotes Kreuz) unentgeltlich für die Einrichtung eines Lazaretts zur Verfügung gestellt.

Der Krieg fordert seine Opfer, der Turnbetrieb ruht. Nach dem verlorenen Krieg ergreifen die zurückgekehrten alten Turner sofort wieder die Initiative, der Turnbetrieb beginnt wieder mit viel Engagement, und die aktiven Turner holen bereits für den Juli des Jahres 1921 das 30. Lippische Gauturnfest, an dem mehr als 30 Vereine teilnahmen, in die Mauern der Stadt Blomberg.

1925 wird der Anbau der Halle nach Osten erwogen, die finanziellen Mittel aber reichen nicht aus; 1926 wird der Spielplatz hinter der Halle vergrößert und eine Faustball- und Schwimmabteilung dem Verein angegliedert.

Ab 1933 wurde wie überall in Deutschland auch in Blomberg der Sport im Verein "gleichgeschaltet" und den politischen Zielen unterworfen.

Vereinsleben wurde von oben verordnet und verlief in amtlich vorgezeichneten Bahnen. Der "Totalitätsanspruch" des Staates war umfassend. Natürlich wirkte die allgemeine Begeisterung der damaligen Zeit - "man war wieder wer" - in die Vereine hinein, und die tiefsitzende vaterländische Idee Jahns wurde von der NSDAP gern übernommen und für ihre Ziele umgemünzt. Die Zahl der Mitglieder schnellte in die Höhe, das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Sportler bei der Olympiade zeigte seine Wirkung bis in den letzten Verein hinein. Der ja schon seit langem geplante Anbau an die Halle und der Einbau einer Heizungsanlage, aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben, wurden nun auf Grund fließender Zuschüsse durchgeführt.

Der Ausbruch des 2. Weltkrieges unterband natürlich auch in Blomberg die aktive Turnerei; die jungen Männer waren eingezogen, die Turnhalle wurde beschlagnahmt und diente als Bekleidungsmagazin, das nach Besetzung der Stadt am 5.4.1945 von der Blomberger Bevölkerung geplündert wurde. Die letzte Jahresversammlung des TV in diesen Jahren fand am 2. Februar 1944 statt und wurde mit einer Führerehrung geschlossen.

Nach dem Kriege und der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 ruhte vorerst jeder Sportbetrieb in Blomberg, weil die Militärregierung natürlich allen bestehenden Vereinen Beschränkungen bzw. Betriebsverbote auferlegt hatte. Aber sofort nach Lockerung der ärgsten Beschränkungen durch die Besatzungsmächte wurde bereits im Oktober 1945 der Rasensportverein Blomberg gegründet. Da für die Stadt Blomberg nur ein Verein genehmigt werden konnte, der TV Blomberg aber auch eine Wiederaufnahme seines Sportbetriebes erreichen wollte, wurde am 17.3.46 durch einen Zusammenschluss des RSV, des TV und des Sportclubs der "Blomberger Sportverein von 1946" gegründet.

Die Halle war beschlagnahmt worden, um Esten, Litauern und Letten, die in Blomberg in diesen Jahren einquartiert waren, die Möglichkeit sportlicher Betätigung geben zu können. In seiner ersten Sitzung nach dem Krieg am 11.9.47 wurde ein Schreiben des Kreises Detmold verlesen, nach dem der Turnabteilung für die Beschlagnahme der Halle eine Entschädigung von RM 3.202,30 und ab 1. 7 47 monatlich RM 141,45 überwiesen wurden. Am 10.11. 47 schreibt der Blomberger Sportverein an den Regierungspräsidenten Drake:

 

Betr.: Freigabe der Blomberger Turnhalle.

Der frühere Turnverein von Blomberg, der jetzt aufgegangen ist in dem Blomberger Sportverein von 1946, in dem sämtliche Leibesübungen treibende Vereine sich zusammengeschlossen haben, besitzt eine vereinseigene Turnhalle. Diese wurde nach Einzug der Balten für diese beschlagnahmt.

Zunächst wurde die Halle von den Balten sehr eifrig benutzt und der deutschen Jugend ganz vorenthalten. Nachdem nun ein großer Teil der jugendlichen Balten von Blomberg verlegt worden ist, ist eine Benutzung der Halle durch diese nicht mehr festzustellen. Nach unseren Informationen wird die Halle wöchentlich einmal eine Stunde in Anspruch genommen. Den Schülern und der hiesigen Jugend steht nach Eintritt der kalten Jahreszeit kein geeigneter Raum zur Verfügung, um Körperschule treiben zu können, da alle anderen evtl. geeigneten Säle für die Balten ebenfalls beschlagnahmt sind.

Wir bitten deshalb den Herrn Regierungspräsidenten, sich dafür einzusetzen, dass die hiesige Turnhalle dem Blomberger Sportverein zurückgegeben wird.

Es muss in diesem Zusammenhang besonders darauf hingewiesen werden, dass sich die Halle nach der längeren Benutzung durch die Balten in einem geradezu katastrophalen Zustande befindet und wenn nicht bald die notwendigsten Reparaturen vorgenommen werden, die Einsturzgefahr der Decke auf jeden Fall besteht. Unter anderem ist die Heizung vollkommen kaputt und das Klosett musste mit Rücksicht auf bestehende Gefahren zugenagelt werden. Die früher in der Halle befindlichen Geräte sind, wenn sie nicht überhaupt verschwunden sind, auf den Platz hinter der Halle verbracht und der Witterung, dem Regen usw., ausgesetzt, so dass in kurzer Zeit ein vollständiges Verderben unausbleiblich ist.

 

Das Schreiben an den Regierungspräsidenten hatte Erfolg. Bereits am 29. 12. 47 wurde die Halle offiziell übergeben; aufschlussreich ist dann die Erklärung zur Übergabe, die hier auch im Wortlaut wiedergegeben werden soll:

 

Erklärung zur Übergabe der Turnhalle.

Am 29. Dezember 1947 vormittags gen 10 Uhr wurde ich vom Bürgermeister der Stadt Blomberg aufgefordert, zur Turnhalle zu kommen, um bei der vorgesehenen Übergabe der Halle zugegen zu sein. Anwesend waren außer dem Herrn Bürgermeister und Stadtdirektor, sowie dem Baubeamten Deppert einige frühere Mitglieder des Turnvereins bzw. des jetzigen Blomberger Sportvereins und zwar Paul Zurmühlen und Paul Langemann. Bürgermeister Köhne erklärte dann, dass die Besatzungsbehörde die Halle freigeben wolle, er erwartete dieserhalb den zuständigen engl. Kommandanten, Herrn Major ... Nachdem eine kurze Besichtigung der Halle vorgenommen war, erschien der Major nebst seinem Adjutanten, die ihrerseits nochmals kurz die Räumlichkeiten in Augenschein nahmen. (Leider war es nicht möglich, den Haupteingang sowie die Aborte zu besichtigen, weil alle Türen vernagelt waren und diese nicht so schnell geöffnet werden konnten.)

Der Major übergab dann die Hallenschlüssel, von denen einige fehlten, Herrn Bürgermeister Köhne, der dann offiziell erklärte, die Halle sei durch diese Übergabe frei geworden .... Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass die Halle so schnell wie möglich instandgesetzt werden muss. Bürgermeister Köhne schloss mit den Worten: "Na, Turnverein und Sportverein, vertragt Euch darum..."

 

Am 15.1.48 wurde in einer Vorstandssitzung die "Wiederauflebung turnerischer Vereinstätigkeit" beschlossen. Die Bestellung eines Hallenwartes (mit Schwierigkeiten), die Anmietung der "Dienstwohnung" (Entschädigung für den Hallenwart RM 30,-, Miete RM 25,-) und die Aufnahme eines geregelten Sportbetriebes in Form eines Hallenbelegungsplanes prägen die Inhalte der Sitzungen in diesen ersten Nachkriegsjahren.

Die zurückgewonnene turnvereinseigene Halle wird in den folgenden Monaten zum Dreh- und Angelpunkt der Auseinandersetzungen zwischen dem TV und dem BSV.

Alle Bemühungen der beiden Vereine, durch den Zusammenschluss einen sogenannten "Turnhallenverein" zu gründen, sind vergebens. Also trennen sich im Jahre 1950 die Handballer und Turner wieder vom BSV und rufen den TV von 1866 wieder neu ins Leben, um sofort am 5. 11. 1950 ein Stiftungsfest als 84-jähriges Vereinsjubiläum zu feiern.

1928

Jetzt verändert sich die Vereinsstruktur grundlegend. Die 50-er und frühen 60-er Jahre sind - wie überall in Deutschland - auch für den TV Blomberg Jahre des Aufbruchs. Stiftungsfeste, Sportfeste, Maskenbälle, Strandfeste und Himmelfahrtswanderungen gehörten genau so zum intensiven Vereinsleben, wie die sportliche Betätigung, besonders das Turnen, das im TV in diesen Jahren eine Blüte erlebte, die es weder vorher gegeben hatte, noch später geben sollte. Ein verständnisvoller Vorstand mit dem ersten Vorsitzenden Fritz Kropp, seinen rührigen Schriftwarten Adolf Meyer und Ernst Breitfeld, dem umsichtigen Kassenwart Fritz Kopp und dem engagierten Oberturnwart Hermann Lange bestimmten jahrelang mit viel Einfühlungsvermögen und Umsicht die Geschicke des TV Blomberg.

Erfolge auf den Turn- und Sportfesten in Lippe spornten an und ließen - ohne Übertreibung - den TV zum turnerischen Leistungszentrum Lippes avancieren. Die Friesenriege und die Badmintonabteilung, die in den nächsten Jahren große Erfolge zu verzeichnen hatte, sowie eine neue Frauengymnastikgruppe erweiterten ab 1956 das Sportangebot im TV erheblich.

 

 

Das 90-jährige Vereinsjubiläum mit der Weihe einer neuen Fahne und einem umfangreichen Fest- programm stellte die Bedeutung des TV in der Stadt eindrucksvoll unter Beweis.Der Übungsbetrieb florierte, und die Fertigstellung der Turnhalle an der Grundschule brachte eine Entlastung für die vereinseigene Halle, für deren Instandhaltung der Verein praktisch seine gesamten Beitragseinnahmen verwenden musste. Erste Gespräche, die Halle zu verkaufen, fanden bereits 1963 statt, führten dann aber erst 1973 unter dem neuen ersten Vorsitzenden, Hermann Lange zum Erfolg. Dieser Verkauf der Halle an die Stadt Blomberg brachte den Verein kurzzeitig in eine Krise. Es ist verständlich, dass noch geraume Zeit nach dem Verkauf emotionale Gründe eine gespannte Atmosphäre schufen und die Arbeit im Verein zu lähmen drohten. Die Fähigkeit zum Ausgleich und der intensive Einsatz des Vorstandes haben ein weiteres Auseinanderdriften verhindern können, zumal der Vorstand in der Lage war, allen Mitgliedern die Einsicht zu vermitteln, dass nun die chronische Finanznot des Vereins durch Unterhaltung der Halle der Vergangenheit angehörte.

Der Bau der ersten Großraumturnhalle im heutigen Heinrich-Fritzemeier-Schul- und Sportzentrum durch die Stadt Blomberg brachte für den TV weitere Übungs- und Trainingszeiten und dadurch natürlich auch einen verstärkten Mitgliederzuwachs. Aus vielfältigen sozialen, politischen und gesellschaftlichen Gründen steigt die Mitgliederzahl im TV ständig an. Eine Analyse des Mitgliederbestandes macht deutlich, dass sich im Laufe der letzten 50 Jahre Menschen aller Altersgruppen vom Kleinkind bis zum ältesten Bürger, und Menschen aller sozialen Schichtungen zu einer großen Gemeinschaft zusammengefunden haben:

  • 1954: 236 Mitglieder
  • 1961: 455 Mitglieder
  • 1970: 462 Mitglieder
  • 1980: 717 Mitglieder
  • 1991:1250 Mitglieder
  • 2000: 1450 Mitglieder

Aus der Monostruktur mit dem Schwerpunkt Turnen der 50-er Jahre wird eine pluralistische, weitgefächerte Angebotspalette entwickelt. Die vielen Abteilungen des heutigen TV bieten für die vielfältigen Motive der Mitgliedergruppen Möglichkeiten der Verwirklichung. Das Selbstverständnis des TV äußert sich in der gezielt angelegten Förderung des Breitensports; sich daraus entwickelnde Spitzenleistungen, wie sie z. B. in den Abteilungen Handball und Leichtathletik erreicht werden, sind dem Verein überaus willkommen und fördern auch sein Ansehen in der Öffentlichkeit. Sie vervollständigen in erfreulicher Weise die Gesamtkonzeption und die im übrigen auf Breite angelegte Zielvorstellung des Vereins.

Der Vorstand im 125. Jubiläumsjahr 1991: st.v.l.: Henning Grotevent (Jugendwart), Dieter Uhlemann (Geschäftsführer), Hans-Heinrich Gerth (Oberturnwart), Brigitte Stölting (Protokollführerin), Helmut Sander (1.Schatzmeister), Wolfgang Humke (stv. Geschäftsführer);sitzend v.l.: (Ernst Breitfeld (Vertreter der Passiven), Dieter Machentanz (Stv. Vorsitzender), Hermann Lange (Vorsitzender), Heinz Rose (Sozialwart)