Donnerstag, 07. Dezember 2017 um 14:38

 

Mit Schwung in die neue Saison

Für die Saison 2017/2018 hat es die HSG Blomberg-Lippe geschafft, mit 25 Teams in den verschiedenen Ligen von den Minis bis zur Bundesliga an den Start zu gehen. Das ist sicherlich im positiven Sinne bemerkenswert und zeigt die guten Angebote der HSG im Breitensport- und im Leistungssportbereich mit qualifizierten Trainern. Das bedeutet aber auch eine große Anstrengung aller Beteiligten inklusive der Spieler/innen und deren Eltern, um den Spielbetrieb auf dieser breiten Basis zu organisieren und durchzuführen.

Beim HSG-Tag zur Saisoneröffnung, der eine gute Resonanz fand, waren alle Teams „unter einem Dach“, nämlich dem Dach der Sporthalle an der Ulmenallee und damit die gesamte Bandbreite der HSG Blomberg-Lippe eindrucksvoll sichtbar.

Die vergangene Saison verlief sportlich sehr positiv. Das Bundesliga-Team um Chefcoach André Fuhr schloss die Serie mit einem guten 9. Platz im gesicherten Mittelfeld ab. Die blutjunge 2. Frauenmannschaft mit Trainerin Barbara Hetmanek belegte in der 3. Liga Ost den vierten Platz. Die 1. Männermannschaft mit dem Trainergespann Jan Leidt und Jörn Meinberg hat sich in der Bezirksliga Lippe etabliert.

Besonders erfreulich ist der Aufstieg der 3. Frauenmannschaft, die vom Trainergespann  Anke Lohmeier und Andrea Wallbaum in die Bezirksliga geführt wurde und damit allen Jugendlichen, die in den Seniorenbereich wechseln und nicht leistungsorientiert spielen, eine sehr gute und sportlich attraktive Heimat bietet.

Das sportliche Highlight war die Teilnahme der weiblichen A-Jugend am Final-Four-Turnier der vier besten deutschen Teams, das in Buxtehude ausgetragen wurde. Die Mädels um Trainer André Fuhr und Co-Trainer Björn Piontek kehrten nach zwei sehr intensiven Spielen und sehr guten Leistungen auf höchstem nationalen Niveau mit der Bronzemedaille zurück und trugen sich auf Einladung von Bürgermeister Klaus Geise anschließend ins Goldene Buch der Stadt Blomberg ein.

Dieser Erfolg in der Spitze benötigt aber auch einen breiten Unterbau. Die Gewinnung junger Handballer/innen und deren kontinuierliche Weiterentwicklung stehen daher ganz oben auf der HSG- Agenda. Dazu gehören auch gemeinsame Freizeitaktivitäten wie z.B. die Ferien-Freizeit auf Norderney, die von Kinderhandballkoordinatorin Anne Hölscher geplant, organisiert und durchgeführt wurde und ein voller Erfolg war. Daher laufen bereits jetzt die Planungen für eine Neuauflage im nächsten Jahr für weitere Gruppen.

Auch wenn sich nicht alle Erfolge nur in Zahlen ausdrücken lassen, ist der verlustpunktfreie Gewinn des „Doubles“ in Meisterschaft und Pokal für die weibliche E-Jugend um Trainerin Anne Hölscher nicht nur eine Randnotiz, sondern zeigt die qualitativ hochwertige Ausbildung der Jugendlichen beginnend schon im Mini-Alter.

Im  HSG-Handballinternat, in dem jetzt 13 Mädels betreut werden, begrüßen wir mit Vivien David, Ndidi Agwunedu, Emelyn van Wingerden, Lucy Paßkönig und Emma Hertha gleich fünf neue Gesichter, die den „Blomberger Weg“ einer  optimalen schulischen und persönlichen Entwicklung unter leistungssportlichen Gesichtspunkten gehen wollen. Die HSG-Familie wird alle Mädels bei diesem ambitionierten Vorhaben in allen Belangen tatkräftig unterstützen.

Die wirklich erfreuliche breite Aufstellung der HSG-Teams hat aber auch eine Kehrseite, da nach den am Spielbetrieb teilnehmenden Teams die Anzahl der Schiedsrichter berechnet wird, die die HSG zu stellen hat. Der bekannte Mangel an Schiedsrichtern in allen Verbänden und Kreisen trifft die HSG aufgrund der hervorragenden Nachwuchsarbeit mit vielen Teams doppelt hart. Dieser sehr schwierigen Aufgabe der Schiedsrichtergewinnung und –betreuung hat sich Michael Opitz als Schiedsrichterwart gestellt. Es gilt, ihn darin besonders zu unterstützen, um den Spielbetrieb in den Kreisen und Verbänden, aber auch den Spielbetrieb der HSG in seiner ganzen Breite ohne Einschränkungen zu gewährleisten.

Der Schiedsrichterbereich ist nur ein, aber sicherlich ein gutes Beispiel für die vielfältigen Aufgaben und oft auch schwierigen Hürden, die es durch unsere unermüdlichen Ehrenamtlichen zu meistern gilt und denen nicht genug gedankt werden kann, da ohne sie der gegenwärtige Betrieb in allen Facetten und insbesondere die Gestaltung der Zukunft für die HSG Blomberg-Lippe nicht möglich wäre – für Blomberg und für die ganze Region!